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Schriftzug Soziales Hameln-Pyrmont
Paritätischer Hameln        Landkreis Hameln-Pyrmont

Leben in Sicherheit

 

Tipps der Kriminalpolizei und des Ordnungsamtes


Gerade ältere Menschen werden immer wieder auf unterschiedlichste Art und Weise "hereingelegt"! Diebe und Betrüger geben sich gerne als Mitarbeiter z.B. der Stadtwerke, einer Versicherung, des Sozialamtes und auch als Beauftragte oder Mitglieder von Wohltätigkeitsorganisationen aus. Lassen Sie sich daher immer den Dienstausweis zeigen. Sie sollten hellhörig werden und vor allem zurückhaltend werden, sobald der oder die Unbekannte die Rede auf das Thema "Geld" bringt. Wenn Ihnen Bedenken kommen, so rufen Sie unverzüglich einen Angehörigen oder einen Nachbarn an!

Besonders skeptisch sollten Sie sein, wenn sich jemand per Telefon als Verwandter ausgibt, der weiter weg wohnt und dieser Sie irgendwann bittet, Ihnen Geld zu leihen (vielleicht auch dann, wenn er schon öfter angerufen hat und Ihnen bereits "vertraut" ist). Überweisen Sie niemals einen größeren Geldbetrag aufgrund einer telefonischen Bitte an jemanden, der Ihnen nicht genau bekannt ist! Lassen Sie sich noch weniger darauf ein, Geld für jemand anderen oder an einen Fremden zu übergeben (z.B. an einen Freund des angeblichen Verwandten) - auch nicht nach Vereinbarung eines Kennwortes! Dieses Geld sehen Sie in den meisten Fällen nie wieder. (Man nennt dieses Vorgehen "Enkeltrick")! Bedenken Sie immer: Diebe und Betrüger haben unzählige Tricks zu bieten! Es kann sein, dass Ihnen unter einem rührseligen Vorwand Geld aus der Tasche gelockt wird. Oder aber die Opfer werden raffiniert abgelenkt, damit in Ruhe gestohlen werden kann.

 

Die Kriminalpolizei rät:

  • Sie sollten Fremden grundsätzlich die Tür nur mit vorgelegter Kette öffnen.
  • Auch wenn Sie sich dabei unhöflich vorkommen - lassen Sie Fremde nie in Ihre Wohnung!
  • Fallen Sie nicht auf Tricks wie plötzliche Ohnmacht oder vorgetäuschtes Unwohlsein herein!
  • Lassen Sie sich von jeder Person, die vorgibt, von einem Amt, einer Dienststelle, einem Verein oder einer Organisation zu kommen, den Dienstausweis zeigen. Schauen Sie sich diesen sehr genau an.
  • Sollten Sie Zweifel an der Echtheit haben, rufen Sie die betreffende Behörde an. Lassen Sie sich nicht darauf ein, dass Ihnen der oder die Fremde die Telefonnummer heraussucht!
  • Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen (z.B. durch zeitlich befristete Angebote)!

 

Eine ausführliche Beratung rund um das Thema "Sicher leben" (z.B. auch zur Sicherheit im Straßenverkehr, Einbruchschutz, Verhalten im Urlaub etc. ) und entsprechende Informationsbroschüren bietet die

 

Polizeiinspektion Hameln

Zentralstr. 9

31785 Hameln; Telefon: 05151 - 933-0

 

 

 

 

 

 

Sammlungen

Für jede Art von Sammlung (z.B. Straßensammlungen mit der Sammelbüchse, Sammlungen an der Haustür, Verkaufssammlungen, wo der Erlös aus den Waren zum Spendenbeitrag wird etc.) benötigen die Sammler einen Ausweis. Lassen Sie sich den Ausweis zeigen, wenn Sie Zweifel an der Seriösität der Sammlung haben! Spenden Sie grundsätzlich nur bei Organisationen, die Sie kennen!

 

Informationen hierzu erhalten Sie bei:

Der Abteilung

Ordnung und Straßenverkehr der Stadt Hameln

Rathaus, Langbau, 3. Obergeschoss, Hameln

Telefon: 05151 - 2 02-0 ( bitte mit der betreffenden Abteilung verbinden lassen), E-Mail: ordnungsamt(at)hameln.de

oder strassenverkehr(at)hameln.de

 

 

 

 

Vorsicht bei Verkaufsveranstaltungen!


"Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen!" So fangen oft Briefe von (Werbe-) Firmen an, die Sie zu einer Verkaufsveranstaltung, meistens in eine Gastwirtschaft einladen. Wie bei den häufig angebotenen sogenannten "Kaffeefahrten", locken die Veranstalter mit vielen Gewinnen, Geschenken oder Versprechungen. Wenn Sie an solch einer Veranstaltung/Fahrt teilnehmen, überprüfen Sie unbedingt die Preise der dort angebotenen Waren. Sie sind oft überhöht und entsprechen meistens nicht dem tatsächlichen Wert. Also: Vorsicht vor erhöhten Preisen und lassen Sie sich auch hier nie unter Druck setzen, etwas zu kaufen!

Übrigens:

Werbeveranstaltungen müssen dem Ordnungsamt angezeigt werden: Sollten Sie Fragen zu einer solchen Veranstaltung haben, können Sie sich dort informieren!

 

 

 

Widerrufsrecht bei Verträgen an der Haustür

Ob an Ihrer Haustür, bei Veranstaltungen, Kaffeefahrten oder auf der Straße - bei unterschiedlichsten Gelegenheiten können Fremde Sie veranlassen, eine geschäftliche Erklärung abzugeben. In solchen Fällen spricht man von "Haustürgeschäften". Geschäfte, die auf diese Weise zustande kommen, können innerhalb von zwei Wochen schriftlich widerrufen werden, wie auch Versicherungen. Das geht immer ohne Angaben von Gründen und gilt für Verträge über Ratenkauf und Ratenlieferung (z.B. Zeitschriften-Abonnements), Werk- und Dienstleistungen, Ehevermittlung oder Handwerkerleistungen. Schicken Sie Ihren schriftlichen Widerruf immer per Einschreiben.

Achten Sie bei Haustürgeschäften auf das korrekte Datum und die Unterschriften - die Belehrung über das Widerrufsrecht muss gesondert unterschrieben werden.

Fordern Sie eine Durchschrift, auf der Name und Anschrift des Vertragspartners deutlich lesbar sind. Lassen Sie sich zu einer vertraglichen Unterschrift niemals drängen. Unterschreiben Sie nichts, was Sie nicht verstanden haben.

Nähere Informationen erhalten Sie bei der Polizeilichen Beratungsstelle der Kriminalpolizei, bei der örtlichen Polizeidienststelle sowie bei der Verbraucherzentrale.

 

 

 

 

Taschendiebe und Straßenräuber

Viele Personen ängstigen sich vor Straßenräubern und Dieben. Trotzdem gehen sie unterwegs ziemlich sorglos mit ihren Geldbörsen um.

Taschendiebe suchen ihre weiblichen und älteren Opfer dort, wo ihnen viele Menschen Deckung und Schutz bieten:

  • in öffentlichen Verkehrsmitteln,
  • an Haltestellen,
  • auf Bahnhöfen,
  • in Kaufhäusern und Supermärkten oder
  • auf Großveranstaltungen

Die Kriminalpolizei rät deshalb:

  • Führen Sie keine größeren Geldbeträge mit sich
  • Tragen Sie Geld, Kreditkarten und Papiere dicht am Körper statt in der Handtasche
  • Legen Sie Ihre Geldbörse beim Bezahlen nicht aus der Hand, lassen Sie Ihre Handtasche nicht aus den Augen
  • Heben Sie Bargeld möglichst nur an Automaten im Innenbereich ab. Zählen sie Ihre Geld nicht in der Öffentlichkeit nach

 

 

Verlust der EC-Karte

Sollten Sie Ihre EC-Karte oder Kreditkraten verloren haben oder wurde Sie Ihnen gestohlen, können Sie die Karte jederzeit (24-Stunden-Service) unter der kostenlosen Rufnummer 116 116 sperren lassen.


 

 

Sicherheit in den eigenen vier Wänden

Die Polizei kann nicht überall sein, um Straftaten zu verhindern. Doch Nachbarn, die sich gegenseitig helfen, gibt es fast immer. Pflegen Sie den Kontakt zu Ihren Nachbarn - für mehr Lebensqualität und Sicherheit. Warten Sie nicht auf die anderen, tun Sie den ersten Schritt. Sprechen Sie die Bewohner Ihres Hauses oder der Nachbarhäuser an. Veranstalten Sie ein Treffen und tauschen Sie untereinander Rufnummern aus. Denn: In einer aufmerksamen Nachbarschaft haben Einbrecher, Dieben und Betrüger keine Chance.

Die Kriminalpolizei rät:

  • Halten Sie in Mehrfamilienhäusern den Hauseingang auch tagsüber geschlossen. Prüfen Sie, wer ins Haus will, bevor Sie den Türöffner drücken.
  • Achten Sie auf Fremde im Haus oder auf dem Nachbargrundstück und sprechen Sie sie an.
  • Sorgen Sie dafür, dass in Mehrfamilienhäusern Keller- und Bodentüren stets verschlosssen sind.
  • Betreuen Sie die Wohnung länger abwesender Nachbarn, indem Sie z.B. den Briefkasten leeren. Es geht darum, einen bewohnten Eindruck zu erwecken.
  • Alarmieren Sie bei Gefahr (Hilferufe, ausgelöste Alarmanlage) und in dringenden Verdachtsfällen sofort die Polizei über 110.
  • Der Notruf ist von jedem Münz- oder Kartentelefon - ohne Münzen oder Telefonkarte - möglich; beim Handy auch ohne Karte.

 

Informationen aus: Seniorenratgeber Hameln-Pyrmont